Biggest Loser: Warum die Kandidaten wieder dick werden

„The Biggest Loser“ ist eine Fernseh-Show, die in den USA entstand und in der deutschen Variante auch bei SAT.1 zu sehen ist. Hier gewinnt nicht der Kandidat, der am meisten Fragen richtig beantwortet oder am geschicktesten ist. Hier gewinnt, wer am meisten abgenommen hat.

Die übergewichtigen Teilnehmer durchlaufen eine Diät, die von einem harten Fitness-Programm begleitet wird. Das Martyrium dauert 30 Wochen. Halbnackt marschieren die Konkurrenten immer wieder auf und müssen vor laufender Kamera auf die Waage. Das Publikum belohnt jede Abnehmleistung mit tosendem Beifall.

Doch was geschieht mit den „Biggest Losern“ nach dem Ende ihres glamourösen Auftritts? Das haben Forscher in einer Langzeit-Studie bei einigen Kandidaten untersucht.

 Die Wissenschaftler ließen 14 Show-Teilnehmer 6 Jahre nach dem Auftritt erneut antreten. Diesmal allerdings im Labor. Dabei stellte sich heraus, dass bis auf eine Kandidatin alle anderen Opfer des Jo-Jo-Effektes geworden waren. Von den durchschnittlich rund 60 kg Gewichtsverlust waren nach 6 Jahren nur noch 20 kg übrig. 40 kg hatten sie im Mittel wieder zugenommen.

Die Forscher kamen auch der Ursache des langfristigen Misserfolges auf die Spur. Kurz nach Ende der TV-Diät war der Grundumsatz der Kandidaten um über 20 % gesunken. Dieser enorme Minderverbrauch von Stoffwechsel-Energie muss zwangsläufig zu einer Gewichtszunahme führen, wenn die Diät nicht dauerhaft eingehalten wird. Dass ein leichterer Körper weniger Energie benötigt, ist ohnehin schon klar. Hinzu kommt nach einer Diät ein weiteres Phänomen: die Umstellung der Hormone im Körper.

So produziert die Schilddrüse unter anderem weniger Botenstoffe, wodurch der Stoffwechsel herunterfährt. Messbar ist das auch am sinkenden Blutdruck. Eine weitere Folge ist die verminderte Ausschüttung des Hormons Leptin durch die Fettzellen. Das Peptid ist verantwortlich für die Wahrnehmung des Sättigungsgefühls. Fehlt der Botenstoff, ist der Hunger permanent übermächtig.

Die Untersuchung zeigt erneut, wie wichtig bei Übergewicht eine dauerhafte Verhaltensänderung ist. Mit einer einmaligen Crash-Diät ist es nicht getan.

Datum: Mittwoch, 18. Mai 2016
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18 Kommentare

  1. 1

    Hallo, danke für den Artikel! Das mit der TV-Show klingt echt gestört und kann nicht gesund abnehmen sein! Es ist gut, bei der Medienvielfalt die wir haben, auch auf so Seiten wie diese hier zu stossen. Ich hatte mit einem Ernährungsplan und ein paar sinnvolle Tipps zum abnehmen gute Erfahrungen, aber das hängt immer von der Person ab. LG, Petra.

  2. 2

    Aber wie bekommt man da den Bogen zum Fasten? Hier verzichtet man ja auch eine begrenzte Zeit auf feste Nahrung und fährt die Kalorienzufuhr zurück. Ich weiß , dass Fasten nur der Einstig zu einer Ernährungsumstellung sein kann, wenn man abnehmen will. Aber tritt da nicht der gleiche Effekt ein?

  3. 3

    Mir tun die Kandidaten leid, die stehen doch die ganze Zeit unter Druck und mussen
    das Pensum schaffen, sonst fliegen sie raus.
    Ja, was ist danach? werden sie weiter betreut?
    Man muss schon einen starken Willen haben um das erkämpfte Gewicht zu halten.

  4. 4

    Hallo Angela,

    das Fasten ist ja nicht als Mittel zur Gewichtsreduktion geeignet. Im Normalfall nehmen alle Fastenden doch die abgenommenen Kilos später wieder zu. Beim Fasten geht es um die Reinigung und Entgiftung des Körpers. Wenn ich im Anschluss an das Fasten und den damit einhergehenden Zuckerentzug auch das starke Verlangen danach nicht mehr habe und aud diese Dinge verzichte, verringere ich mein dauerhaft mein Gewicht. Das ist sehr positiv, aber eben eher die oben angesprochene dauerhafte Verhaltensänderung als ein direktes Resultat der Fastentage. Fasten kann also eine Verhaltensänderung unterstützen.

  5. 5

    Dazu kommt dass kein Mensch im nirmalen Alltag von morgens bis abends Dpirt machen kann dass ja auch hilft eine negativ-Bilanz zu erreichen.

  6. 6

    Es bleibt jetzt mal dahingestellt in wieweit jemand mit Uebergewicht den Druck von Aussen benoetigt um seinen inneren Schweinehund zu bekaempfen und somit abzunehmen.Ich betrachte Uebergewicht mehr als Erkrankung.Eine Erkrankung des inneren Gleichgewichts.Wir haben nur zu oft gelernt, dass es keinen Sinn macht eine Erkrankung zu bekaempfen indem man nur ein Medikament einnimmt.Die Ursache muss geklaert werden.Es gibt immer einen Grund warum man im Ungleichgewicht ist. Vieleicht kompensiert man fehlende Liebe mit Nahrungszufuhr.Oder man ist so im Stress, dass man durch zuviele Essenspausen immer wieder versucht seinen Stress herrunterzufahren.Klar, fehlendes Wissen ueber gesunde Nahrung ist natuerlich die einfachste Variante.Was ich sagen will ist, dass es nicht damit getan ist Pfunde zu verlieren.Man muss auch das Problem der ersten Stunde loswerden.Das kann heissen, das man einen Job wechselt oder an einer Partnerschaft arbeitet oder mehr unter Leute geht oder sich ueber gesunde Ernaehrung schlau macht.Dann kommt das richtige Gewicht von ganz alleine.Wenn du nicht bereit bist dein Leben zum Besseren zu veraendern dann ist auch eine kurzfristige Diaet sinnlos.Unter Umstaenden bereitet sie dir nur Depressionen mit jedem wiederkehrenden Gramm auf deiner Waage.Ich selber war 25 Kilo uebergewichtig und habe mich SELBER aus dem „Sumpf“ gezogen.Habe damit angefangen meinem damaligen Chef die Kuendigung zu geben ( war anschliessend gewollt 1 Jahr arbeitslos um zu gesunden), liess meine Hobbys wieder aufleben und stellte meine Ernaehrung komplett um.Das ist jetzt 8 Jahre her und ich habe mir ein Leben aufgebaut welches zu mir passt.Ich arbeite als Selbstaendige taeglich bis zu 12 Stunden in einem Job der mir nicht nur Geld einbringt sondern auch emotionale Zufriedenheit.Sport brauche ich nicht, da ich meinen Job zum Sport mache.Fuer jeden der sein Dasein veraendern muss gilt nur eine Regel:“ Ich will“! Sorry fuer die vielen ss.Habe nur eine englische Tastatur. 🙂

  7. Maria Teresa Bünnagel
    Samstag, 21. Mai 2016 10:51
    7

    Liebe Andrea Janzen. . .
    ja, ICH WILL . . da gebe ich Dir vollkommen recht. Es geht nämlich nicht nur um die Ernährung, sondern auch um das Emotionale, um die Seele. Dein Artikel ist der Beste . . gratuliere.! Jetzt habe ich die Kraft, es Dir gleich zu tun! DANKE ! Machs gut. Mit herzlichem Gruss aua der Schweiz
    Maria Teresa

  8. Maria Teresa Bünnagel
    Samstag, 21. Mai 2016 10:58
    8

    Liebe Andrea Janzen. . .
    ja, ICH WILL . . da gebe ich Dir vollkommen recht. Es geht nämlich nicht nur um die Ernährung, sondern auch um das Emotionale, um die Seele. Dein Artikel ist der Beste . . gratuliere.! Jetzt habe ich die Kraft, es Dir gleich zu tun! DANKE ! Machs gut. Mit herzlichem Gruss aus der Schweiz

    Maria Teresa

  9. 9

    Hallo,
    ich lese seit 2 Jahren jeden Bericht und am liebsten die über´s Abnehmen…ich gelte nämlich als Übergewichtig!
    Aber ich muss mich nun mal melden und von MIR berichten: Ich esse äußerst diszipliniert, nur 3xtäglich gesunde Kost, versage mir seit Jahren alle unnötigen Zwischenmahlzeiten sowie Süßes zwischendurch und treibe ausgiebig Sport. Eigentlich täglich – von Kraftsport über Spinning bis 1x die Woche eine 10km Wanderung durch unseren Wald.
    Aber an meinem Gewicht lässt sich leider nichts ändern – es sei denn, ich würde von dem bisschen, was ich esse noch die Hälfte reduzieren. Da würde aber meine Lebensqualität drunter leiden…deshalb nehme ich davon Abstand.
    In allen Berichten gehen Sie davon aus, dass Übergewicht nur an der Ernährung liegen kann und dass man nur den Heißhunger bezwingen muss. Ich esse aber sehr viel Gemüse und Salat, abends etwas Fleisch, insgesamt wenig Kohlenhydrate und morgens nur Vollkornprodukte, so dass ich eigentlich nie richtig Hunger habe. Und wenn, dann ist die reguläre Mahlzeit nicht weit!
    Es muss also auch einen anderen Grund für Übergewicht geben…
    Viele Grüße aus Köln
    Sabine

  10. 10

    Liebe Sabine,

    das ist bei mir ähnlich gelagert. Ich esse wirklich nicht sonderlich viel, sehr viel Gemüse, weniger Obst, verkneife mir sogar viele Kohlenhydrate, bin den ganzen Tag auf den Beinen….Und trotzdem übergewchtig. Ich habe mehr oder weniger meinen Frieden mit meinem Körper geschlossen. Gruß an alle, denen es ähnlich ergeht!
    Annett

  11. 11

    Liebe Sabine,

    dein Problem haben weitere Bekannte in meinem Umfeld und hierzu kann ich dir beipflichten, da absolut korrekt wiedergegeben bzgl. andere Gründe des Übergewichtes.
    Bei mir und meiner Frau war das auch so bis zur individuellen Abklärung mittels des Programms von Yoshimasu. Seither klappt es mit dem nachhaltigen Normalgewicht. Es geht hierbei auch um Gewürze, die individuell gemieden werden sollten. Dazu betone ich das Wort INDIVIDUELL mit Nachdruck, da jeder Einzelne verschieden auf Nahrung reagiert. Seither auch vollkommen logisch meinerseits. Zum Leidwesen meiner Freunde wurde das Programm angeblich an eine chinesische Pharma verkauft und ist seither nicht mehr Publik. Eventuell kann uns hier Dr. Gräber weiterhelfen um das Programm wieder hervor zu kramen.

    Mit freundlichen Grüssen
    Silvio

  12. 12

    http://www.gesund-heilfasten.de/Verdauung-und-Darmflora.html

    DA UND AUF WEITERFÜHRENDEN SEITEN FINDET MAN ALLES WICHTIGE

  13. 13

    Manche stellen ihre Ernährung um auf vorwiegend basische Kost, d. h. viel Gemüse, z. B. morgens Beginn mit grünem Smoothie usw., nicht so viel Obst, vor allem keine (unreif geernteten) Zitrusfrüchte, wenig oder gar kein Fleisch, vor allem kein Schweinefleisch, verzichten auf Zuckerzeug und nehmen insgesamt nur wenig Kohlenhydrate zu sich. Wenn man dann keinen Erfolg haben sollte mit einer allmählichen langsamen Gewichtsabnahme, kann man an eine Ausleitung/Entgiftung, ggf. auch Zahnsanierung (bei Quecksilber im Mund) usw. denken, weil in den Körper eingelagerte Schadstoffe Stoffwechselprozesse blockieren oder extrem verlangsamen können, genauso wie auch manche Medikamente.

    Vor allem für Frauen (seltener Männer) kann es sich in so einem Fall lohnen, mal zu schauen, ob es vielleicht mit HPU (Hämopyrrollactamurie) zu tun haben könnte, bei der der Stoffwechsel blockiert bzw. derart verlangsamt ist, dass der Körper mehr Gifte aufnimmt, als er durch fehlerhafte Enzymtätigkeit in der Lage ist, wieder auszuscheiden. HPU ist eine Stoffwechsel“störung“, die bis heute nur von wenigen Ärzten und Heilpraktikern kompetent behandelt wird, obwohl dieses Problem seit Jahrzehnten bekannt ist, aber an den Universitäten nichts darüber gelehrt wird.

    Da bei dieser Stoffwechsel“störung“ häufig auch Medikamentenunverträglichkeiten bestehen, ist für die Pharmaindustrie hier kein Profit möglich. Und das ist auch der Grund, warum HPU bis heute unter den Tisch fällt und meistens weder diagnostiziert, noch ordentlich behandelt wird. So unternehmen viele Ratlose wahre Ärzteodysseen und werden mit verschiedensten Diagnosen mit oft unverträglichen bzw. zu hoch dosierten Medikamenten nach Hause oder in sinnlose, teure Therapien geschickt. Nur wirklich geholfen wird den Betroffenen nicht.

  14. 14

    Hallo und danke für die Aufklärung über Hämopyrrollactamurie.
    Wie behandelt man diese denn?? Mit Enzymen??

  15. 15

    Ach und ich gehöre übrigens zu den Verfechtern der 80/20 Lehre, 80% vegane , 20% tierische Ernährung! Allerdings davon möglichst wenig Milchprodukte, eher z.B. Eier und Fleisch von naturgehaltenen Tieren, sprich Weidetiere, die keine Zusätze bekommen wie Antibiotika und Hormone (von Knochenmehl mal ganz zu schweigen), wie bei der Massentierhaltung. Dazu eine wichtige Komponente, die Art der Schlachtung, möglichst unwissend, also ohne Angst. Das sind die Dinge die wir mitessen, ja auch die Angst, also die Gemütszustände der Tiere. Ein schnell geschossenes Wildtier z.B., ist da frei von. Also einmal die Woche Fleisch, und zwischendurch mal WildFisch und Bio-Eier sind ausreichend. Milchprodukte wie Quark und mal n lecker Rohmilchkäse, logischerweise auch von glücklichen Tieren ohne Chemie usw., sind ok. Bei vegan mein ich nicht die ganzen Sojaprodukte, die machen auch fett. Nein, viel mehr geht es da um unverarbeitete Nahrung, wie frisches Gemüse, ab und zu mal Obst, gerne Nüsse, Pilze, Samen, Sprossen, Kerne usw. Getreide auch möglichst wenig und übermäßiger Körnergenuss belastet auch nur unseren Organismus. Vor allem Weizen macht uns wabbelig und krank. Aber das ist ja hinreichend bekannt . Also insgesamt sei gesagt, wer knackig isst, bleibt auch knackig oder wird knackig :-), dazu 1x täglich ne Stunde Bewegung an der frischen Luft (kann man sich ja auch über den Tag in je eine halbe Stunde morgens und abends aufteilen), dann fühlt man sich schon viel wohler, kein Mensch braucht übermäßig Sport treiben und sixpacks aufbauen. Frauen zB dürfen Rundungen haben, das gehört so und ist so gewollt. Und genau, sich selbst die richtige, passende Arbeit/Lebensweise gönnen, gehört auch dazu. Und genießen ist wichtig!!! Wenn man mal was isst, was nicht so toll ist, dann genieße es, so tut es dir nichts ;-).

  16. 16

    Oh wow und ich dachte immer das ist was gutes. Bin selber schon lange dabei abzunehmen, aber irgendwie klappt es nicht richtig. Überall sieht man Werbung für Pillen und allerlei , aber im Endeffek funktioniert davon gar nix. Habt ihr vielleicht ein Tipp. Bin jetzt schon fast soweit mich in einem Fitnessstudio anzumelden, haben von vielen gehört das sie es gut finden von professionellen Trainer Hilfe zu bekommen. Hab relativ viele Foren durchforstet und bin auf diese Firma gestoßen, (www.ai-fitness.de/fitnessstudios/studio-chemnitz ) viele haben ziemlich gute Erfahrungen da gemacht. Ich frage mich nur ob ich damit wirklich abnehme.

  17. 17

    Ich kenne die Sendung, und dabei habe ich eben auch festgestellt, dass die Kandidaten sich total falsch ernähren. Mir kommt es vor als ob die Kandidaten eine klassische Crash Diät durchziehen, anstatt auf stoffwechselfördernde Lebensmittel gesetz wird, von denen man sich reichlich satt essen kann. Stattdessen ist Verzicht an der Tagesordnung. Das ist meine persönliche Einschätzung. LG

  18. 18

    The biggest loser ist echt ein Unding. Aus Quotengeilheit werden die armen Leute dann durch die Gegend gehetzt. Hauptsache der Schaulustige vorm TV kann sich dann über die Dicken lustig machen. Und dann wird das ganze noch angeleitet von Top-Athleten und Fitnessmodells, die aber selber keine Ahnung haben. Das ist schon echt traurig mit anzusehen. Ist dann auch klar, dass die meisten wieder zunehmen, wer möchte auch mit so einem Programm dann nach der Sendung weitermachen?

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