Gefährliche Diäten: Watte essen – Die „Cotton Ball Diät“
Die Cotton Ball Diät ist kein harmloser Internettrend, sondern ein potenziell gefährliches Experiment mit der eigenen Gesundheit. Die Idee klingt zunächst simpel: Wattebällchen werden in Saft oder Smoothie getränkt und geschluckt, um ein Sättigungsgefühl ohne Kalorien zu erzeugen. Tatsächlich aber handelt es sich nicht um eine Diät im klassischen Sinn, sondern um das bewusste Einführen unverdaulicher Materialien in den Magen.
Medizinisch betrachtet birgt dieses Vorgehen erhebliche Risiken. Watte – insbesondere preiswerte Produkte aus synthetischen Fasern – enthält chemische Rückstände und ist für den menschlichen Verdauungstrakt nicht vorgesehen. Es drohen Verstopfungen, sogenannte Bezoare im Magen sowie im Extremfall ein Darmverschluss. Hinzu kommt das Problem der Unterernährung, wenn echte Nahrung durch Watte ersetzt wird.
Im folgenden Artikel erfahren Sie, warum die Cotton Ball Diät weder physiologisch sinnvoll noch gesundheitlich vertretbar ist und welche Gefahren hinter diesem Abnehm-Trend tatsächlich stehen.
Worum geht es?
Diäten sind fast wie Maßnahmen gegen das Rauchen, Trinken oder den Gebrauch von Drogen – nur wenige haben einen Nutzen beziehungsweise Erfolg damit.
Das Gute dabei ist, dass in jedem Fall ein enormes Potential vorliegt und immer und immer wieder ausgegraben werden kann. Schmackhaft wird uns das gemacht mit einer: „neuen Super-Diät“, „Super-Raucherentwöhnung“, „Super-Trinkentwöhnung“ und so weiter.
Es fehlt hier natürlich auch nicht der Hinweis, dass die neue Maßnahme diesmal „WIRKLICH“ wirkt – ganz so, als ob die letzten Maßnahmen nur zum Hohn der Käufer in die Welt gesetzt worden wären.
Somit gibt es immer wieder neue Diäten, die immer wieder neue Versprechungen machen, die immer wieder unwirksam sind, damit man immer wieder ein altes Thema neu aufkochen kann. Das erhöht die Verkaufszahlen der Zeitschriften, die die neue Super-Diät abdrucken. Und die neue Super-Diät selbst ist ja auch nicht kostenlos (in der Regel).
Und wenn einem nichts Gescheites mehr einfallen will, dann werden die abenteuerlichsten Sachen erfunden. Der neueste Abnehm-Wahnsinn ist die „Cotton-Ball-Diät“. Bei dieser Diät (die in Wirklichkeit gar keine Diät ist), werden Wattebällchen verschluckt.
Hierzu wird die Watte zuvor in Orangensaft, Limonade oder einen Smoothie eingetaucht, damit sie sich damit vollsaugen kann. Dann werden bis zu fünf Wattebällchen verschluckt. Der Grund für dieses seltsame Gebaren ist, dass der Abnehmwillige sich „voll fühlen“ möchte und damit sein Hungergefühl unterdrückt.
Da die Wattebällchen nicht resorbiert werden, gibt es auch keine zusätzlichen Kalorien – und schon nimmt man ab. Und wenn man die Watte vor dem Essen nimmt, dann hat man so wenig Hunger, dass einem der Appetit vergeht. Als die etwas extremere Alternative kann man sich auch nur von Watte „ernähren“.
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Leider hat diese Idee einen gewaltigen Haken: Watte ist nicht gleich Watte. Denn nur die teuren Marken sind aus organisch angebauter Baumwolle gefertigt. Die „preiswerten“ Produkte dagegen sind aus Polyester, chemisch gebleicht und enthalten eine Menge anderer Chemikalien.
Das ist dann fast so, als wenn man seinen Pulli frisst, den man zuvor in Orangensaft gebadet hat. Da kann man gleich auch noch die Knöpfe oder ein paar Münzen mit dazu essen, damit der Magen richtig voll wird.
Aber nicht nur die zusätzliche Chemie im Wattebausch ist bedenklich. Es besteht dazu die Gefahr, dass die Wattebällchen zu einer Verstopfung im Gastrointestinaltrakt führen, beziehungsweise zur Bildung eines Bezoars (Magenstein). Die Hauptursache, die zur Ausbildung eines Bezoars führt, ist das Verschlucken von unverdaulichen Materialien, wie zum Beispiel Haaren oder einem Übermaß an pflanzlichen Fasern und Ballaststoffen.
Und Wattebällchen haben die gleichen Eigenschaften, die die Wahrscheinlichkeit zur Bildung eines Bezoars deutlich erhöhen können. Und falls es dann zu einer totalen Blockade im Gastrointestinaltrakt kommen sollte, dann hat sich der Watte-Schlucker eine lebensbedrohliche Komplikation „rein gezogen“. Na herzlichen Glückwunsch.
Watte essen: Wer steht auf diese Art der Selbstkasteiung?
Die Wattebällchen scheinen bei all denen beliebt zu sein, die schlank sein müssen, oder aber bei Übergewicht ihren Job verlieren würden: Models zum Beispiel (Bria Murhpy on the pressures of modeling – Cotton ball diet). Aber auch junge Mädchen, deren Selbstbewusstsein nahezu ausschließlich mit deren Äußeren verbunden ist, sind anfällig für solche Arten der Selbstkasteiung. Und auf Youtube gibt es noch kostenlose Anleitungen zu diesem gefährlichen Unsinn.
Abnehmen ist mit Sicherheit keine ungesunde Angelegenheit, wenn es gilt, Übergewicht zu reduzieren. Aber in diesem Fall ist nicht nur die Methode äußerst fragwürdig – nein, es geht in der Regel den Benutzern der Wattebällchen um ein unphysiologisch niedriges Gewicht, das für sich genommen schon eine Bedrohung der Gesundheit darstellt. Denn Unterernährung, die das Watte-System garantiert, ist ebenso bedenklich wie starkes Übergewicht.
Damit scheint das Essen von Wattebällchen keine Diät zu sein, sondern eine neue Form einer Essstörung.
Fazit
Künstliche Fasern, jede Menge Chemie und eine kaputte Gesundheit (nebst kaputtem Selbstbewusstsein) – alles für einen Augenblick der gesellschaftlichen Anerkennung, die maroder ist, als ein Misthaufen auf einem Bauernhof. Cotton Ball Diät? Nein Danke.
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Quelle: Dangerous Diet Trend: The Cotton Ball Diet
Der Beitrag wurde 2014 erstellt und letztmalig am 30.3.2021 überarbeitet.










