AOK- Familienstudie: Rituale helfen gegen Übergewicht

Ausgeglichene Eltern, konsequent umgesetzte Regeln und alltägliche Rituale – Das sind die wichtigsten Dinge, um Kinder vor Übergewicht zu schützen. Dies war das Ergebnis einer umfassenden Studie, die von der AOK Gesundheitskasse in Auftrag gegeben wurde.

Insgesamt wurden rund 2.000 Mütter und Väter von 4- bis 14-jährigen Kinder zu unterschiedlichen Familienthemen befragt. Hierbei zeigte sich deutlich, dass die Gesundheit der Kinder größtenteils vom Vorbild und der Einstellung der Eltern abhängt. Im Gegensatz dazu spielen das soziale Umfeld und die finanzielle Situation der Familien keine Rolle bei Gewichtsproblemen von Kindern.

Wichtig für die Gesundheit sind demnach die ganz gewöhnlichen Alltagsregeln, die fast unbemerkt ins Familienleben einfließen. Gelingt es den Familien nämlich, routiniert und gelassen den Alltag zu meistern, so bewegen sich die Kinder mehr, sind aktiver und sportlicher. Dies wiederum schützt nicht nur vor Übergewicht, sondern auch vor psychischen Problemen.

Insgesamt lassen sich die Familienregeln in sechs Untergruppen aufteilen:

1. Interesse an Bildung der Kinder

Die Eltern nehmen regelmäßig an Elternabenden teil und stehen mit Lehrern und Betreuern in Kontakt. Sie informieren sich bei den Erziehern über die Bildungsinhalte in Kindergarten und Schule und interessieren sich für die Aufgaben ihrer Kinder.

2. Feste Regeln im Familienalltag

Eltern und Kinder vereinbaren gut strukturierte Regeln und Aufgaben, wie etwa die Haustierbetreuung, das eigene Zimmer in Ordnung zu halten oder den Tisch zu decken. Nur, wenn die Regeln in Absprache getroffen werden, wirkt sich dies positiv auf die Gesundheit der Kinder aus.

Die Eltern begrenzen die tägliche Zeit, in der die Kinder vor dem Fernseher oder dem Computer verbringen dürfen. Kümmern sich die Eltern nicht oder setzen sie die Zeiten nicht konsequent durch, so besteht ein um sieben Prozent höheres Risiko für Übergewicht.

3. Rituale für Bewegung und Körperpflege

Spielen sich Rituale, wie das Zähneputzen vorm Ins-Bett-Gehen oder der Besuch des Spielplatzes täglich gleich ab, so wirkt sich dies ebenfalls positiv auf die Gesundheit der Kinder aus.

4. Gemeinsame Mahlzeiten

Gemeinsame Mahlzeiten schützen Kinder vor Übergewicht. Je häufiger Familien sich zusammen zum Essen an den Tisch setzen, desto besser ist dies für ihre Gesundheit.

5. Freizeit zusammen verbringen

Gemeinsames Einkaufen im Supermarkt, Wanderausflüge oder Radtouren stärken nicht nur den Zusammenhalt, sondern fördern ebenso die Kommunikation zwischen allen Familienmitgliedern. Auch hierdurch wird Stress abgebaut und Übergewicht vorgebeugt.

6. Netzwerke für belastende Situationen schaffen

Wer gute Kontakte zu Freunden, Nachbarn und Familienangehörigen hat, die in extremen Situationen einspringen und die Eltern entlasten können, sorgt dafür, dass die Kinder insgesamt weniger stressanfällig sind. Je dichter das soziale Netzwerk ist, umso ausgeglichener sind die Kinder. Auch für die Eltern ist es eine Erholung, wenn im direkten Umfeld Betreuungspersonen zur Verfügung stehen. Eine kurze Auszeit, in der man selbst die ganz Kleinen in guter Obhut weiß, erweist sich sowohl für die Eltern als auch für die Kinder als sehr gesundheitsfördernd.

Natürlich ist es nicht allen Familien möglich, alle sechs Regelgruppen zu beherzigen. Gemeinsame Mahlzeiten sind beispielsweise wegen Berufstätigkeit oft nur abends und an den Wochenenden möglich. Auch fällt es bei berufstätigen Eltern schwer, zu kontrollieren, ob sich die Kinder an vereinbarte Fernsehzeiten halten. Doch für die Gesundheit der Kinder ist es besser, einzelne Regeln konsequent umzusetzen, als alle nur halbherzig in den Lebensalltag zu integrieren.

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René Gräber

René Gräber

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